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Als unabhängiger Energieberater und KlimaHaus Experte beraten wir Sie gerne bei der Umsetzung eines Neubaus als KlimaHaus A oder Gold (vergleichbar mit dem Standard eines Passivhauses) oder bei der Sanierung bzw. Modernisierung Ihres Altbaus zu einem KlimaHaus mindestens der Klasse C - und stellen Ihnen natürlich auch Ihren Energieausweis aus.

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KlimaHaus Südtirol

Beim KlimaHaus handelt es sich um einen in Südtirol eingeführten Wärmedämmstandard vor allem für Neubauten. Dazu reicht zunächst jeder Bauherr die entsprechenden klimarelevanten Unterlagen zur Beurteilung der energetischen Güte des Gebäudes bei der KlimaHaus Agentur in Bozen ein und beantragt dort den Klimaausweis.

KlimaHaus Energieausweis


Der Energieausweis soll Informationen für die Verbraucher über das Energieprofil des Gebäudes liefern. Er soll über den Energiebedarf des Gebäudes bzw. der Wohnung informieren.

Sinn des Klimaausweises ist es, beim Haus- oder Wohnungskauf bzw. bei der Vermietung die zukünftigen Energiekosten (Nebenkosten/Warmmiete) transparent zu machen und damit Kauf- und Mietentscheidungen zu erleichtern und für den Eigentümer einen Anreiz zu schaffen, Investitionen in die Energieeffizienz vorzunehmen.

Insofern ist er mit dem deutschen Energieausweis vergleichbar.

Ausgestellt wird der Energieausweis für drei sogenannte Wärmeschutzklassen:

  • Klasse Gold bedeutet einen Heizwärmebedarf < 10 kWh/(m²a)
  • Klasse A bedeutet einen Heizwärmebedarf < 30 kWh/(m²a)
  • Klasse B bedeutet einen Heizwärmebedarf < 50 kWh/(m²a)


Die Berechnung dieses Energiekennwertes erfolgt nach einem einheitlichen Verfahren mit Hilfe der Software XClima der KlimaHaus Agentur. Das Ergebnis spiegelt allerdings nicht den Wert am Standort des geplanten Gebäudes wieder. Für einen Vergleich werden alle Ergebnisse auf den Standort Bozen (in Deutschland übrigens auf den Standort Potsdam) umgerechnet.

Beschluss der Landesregierung vom 25.06.2012: Klasse A ab 01.01.2015

In der Sitzung Nr. 939 vom 25.06.2012 hat die Südtiroler Landesregierung einstimmig beschlossen, dass ab 1. Januar 2015  alle Neubauten mindestens die KlimaHaus-Klasse A erreichen müssen.
Dieser Beschluss wurde im August 2014 aufgehoben und die Einführung der A-Klasse auf den 01.01.2017 verschoben!

Der Beschluss gründet auf der EU-Richtlinie 2010/31/EU des europäischen Parlamentes und des Rates vom 19.05.2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Es geht der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol darum, Verantwortung im Bereich des Klimaschutzes zu übernehmen und die in der KlimaStrategie Energie-Südtirol-2050 gesetzten Ziele auch sicher zu erreichen.

Da also bereits ab 2017 die Klasse A ohnehin die zu erfüllende Mindestanforderung an die Gesamtenergieeffizienz eines Neubaus ist, wird empfohlen, bereits heute nur noch Gebäude neu zu errichten, die einen Heizwärmebedarf < 30 kWh/(m²a) erreichen.

Neubau

Seit Juli 2011 erhält in Südtirol ein Bauherr die Baugenehmigung (Baukonzession) für einen Neubau nur noch dann, wenn er einen Klimaausweis vorlegt, der mindestens das KlimaHaus Klasse B bescheinigt - also bezogen auf Bozen einen Heizwärmebedarf von 50 kWh/(m²a) unterschreitet. Das können am tatsächlichen Standort z.B. in Bruneck allerdings durchaus auch 100 kWh/(m²a) und mehr sein.
Wird bei Planung und Bau des Gebäudes zudem auf den Einsatz besonders ökologischer Materialien geachtet und werden für die Beheizung erneuerbare Energieträger eingesetzt, so erhält das Gebäude die Einstufung KlimaHaus nature.
Insgesamt sind für diese Auszeichnung folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Vermeidung fossiler Energieträger wie z.B. Heizöl, Erd- oder Flüssiggas
  • Vermeidung von Dämmmaterialien aus Kunststoffen
  • Vermeidung von PVC bei Fußböden, Fenstern und Türen
  • Vermeidung von chemischen Holzschutzmitteln, Lacken und Farben
  • Vermeidung von Tropenholz


Förderung
Eine direkte finanzielle Förderung z.B. in Form eines Zuschusses gibt es für den Neubau eines KlimaHauses zwar nicht, aber seit 2007 einen Kubaturbonus:
Die Gebäude der "Gold- und A-Klasse" werden nicht nur mit der "KlimaHaus"-Plakette ausgezeichnet, sie bekommen auch einen Kubaturbonus. Das bedeutet, dass von der Außenwand nur 30 cm berechnet bzw. bei der Kubatur berücksichtigt werden. Die zusätzliche Wandstärke oder Wärmedämmung gilt nicht als Kubatur, die aber in Südtirol die Grundlage für die Größe des geplanten Gebäudes ist.

Altbau

Nach und nach ist es natürlich auch das Ziel, den Altbaubestand energetisch soweit zu sanieren, dass mindestens ein KlimaHaus Klasse C (Kennwert 70 kWh/(m²a) entsteht. Dafür werden seit 2007 u.a. "KlimaHaus Energieberater" über die KlimaHaus Agentur bzw. den Partner Bildungshaus Kloster Neustift ausgebildet.

Förderung I
Mit der "Finanziaria" steht im Jahr 2014 eine sehr hohe finanzielle Förderung von Investitionen in Energiesparmaßnahmen zur Verfügung:
Jeder Bauherr, der Einkommensteuer (IRPEF) zahlt, kann eine steuerliche Abschreibung  von 65% für die energetische Sanierung seines Gebäudes geltend machen - über einen Abschreibungszeitraum von bis zu 10 Jahren.
Kondominien können diese Abschreibung sogar bis 30.06.2015 in Anspruch nehmen.

    Welche Ausgaben können abgeschrieben werden?
  • Gesamtsanierungen von bestehenden Gebäuden, die nach der Sanierung eine Verbesserung von mindestens 20% der staatlich vorgesehenen Energiekennzahl erreichen.
  • Sanierungen der Außenmauern
  • Anbringung von Solaranlagen für die Warmwasseraufbereitung
  • Austausch der Heizanlagen durch Brennwertkessel
  • Austausch von Fenstern


Grundsätzlich gilt die steuerliche Abschreibung für physische Personen, Selbständige, Betriebe, Gesellschaften und Kondominien.
Die steuerliche Abschreibung gilt zusätzlich für die technischen Spesen und damit auch für die Ausstellung des Energieausweises, der wie in Deutschland eine Gültigkeit von 10 Jahren hat.
Bei Einzelmaßnahmen ist der technische Bericht eines Technikers vorzulegen (Ausnahme Fensteraustausch und Installation einer Solaranlage).

Alternativ kann - nach wie vor - für Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen, die auch Energieeinsparmaßnahmen enthalten können, eine Abschreibung von 50% auf die Einkommensteuer geltend gemacht werden.

Bei einer Gesamtsanierung ist der Energieausweis vorzulegen. Berechnungsgrundlage ist hier ebenfalls das Bewertungsprogramm XClima. Mit seiner Hilfe lässt sich der Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes errechnen, was bedeutet, dass neben der Energieeffizienz der Gebäudehülle nun auch die Haustechnik bewerten werden kann.
Das Programm gliedert sich in zwei Teilbereiche:
Im Ersten wird der spezifische Heizwärmebedarf über die Gebäudehülle berechnet, auf dessen Grundlage die KlimaHaus-Klassifizierung stattfindet. Es stellt den Index der energieoptimierten Bauweise und somit der Kompaktheit und Ausrichtung des Gebäudes, der Wärmedämmung der Gebäudehülle und der Optimierung der passiven Energiegewinne dar.
Mit dem zweiten Teil der Software wird der Primärenergiebedarf berechnet. Er definiert u.a. die Effizienz der Haustechniksysteme zur Beheizung bzw. zur Kühlung des Gebäudes. Als weiterer wichtiger Faktor kann die spezifische CO2-Emission bestimmt werden.

Förderung II
Kummulativ - zusätzlich! - fördert das Land Südtirol über das Amt für Energieeinsparung in Bozen Dämm-Maßnahmen im Bereich des Dachs, der Außenwände oder Fenstern sowie in Heizungs- und Warmwassertechnik mit einem Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 30%, falls Ihr Wohnhaus älter als 10 Jahre ist.

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Als unabhängiger Energieberater, KlimaHaus Experte und Berater beraten wir Sie gerne bei der Umsetzung eines Neubaus als KlimaHaus A oder Gold (vergleichbar mit dem Standard eines Passivhauses) oder bei der Sanierung bzw. Modernisierung Ihres Altbaus zu einem KlimaHaus mindestens der Klasse C - und stellen Ihnen natürlich auch Ihren Energieausweis aus.

 
 
 
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