Das Angebot: Kommunales Energiemanagement im Contracting. Wie es funktioniert und was dabei herauskommt. Lesen Sie den Energiebericht einer Südtiroler Gemeinde aus dem Jahr 2007.
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Energieberatung für Gemeinden (Kommunen)

Hier stehen die öffentlichen Gebäude der Gemeinde im Vordergrund - und damit deren Betriebskosten. Diese betragen bei der Energie zwischen 10 und 60 € je Einwohner und Jahr.
Gemessen am Aufwand für Personal, soziale Leistungen, Zinsen und Baumaßnahmen ein eher geringer Teil. Allerdings sind nachgewiesenermaßen allein 5 - 20% dieser Energiekosten durch organisatorische, nicht investive Maßnahmen einzusparen.

Neubau und Altbau

Grundsätzlich ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei der Beratung der Privathaushalte, nur dass es sich hier eben nicht um (kleinere) Gebäude mit Wohnnutzung sondern i.d.R. um (größere) Nichtwohngebäude mit verschiedensten Nutzungen und Nutzern handelt: Kindergarten, Rathaus, Feuerwehr, Bücherei, Schule, Sporthalle, Schwimmbad oder Bürgerhaus. Bei Neubau wie bei Sanierungsvorhaben im Gebäudebestand sollte ein unabhängiger Energieberater vorab eingeschaltet werden, um

  • sinnvolle Energiemaßnahmen zu identifizieren
  • die Investitionskosten möglichst gering zu halten
  • Nachhaltigkeit und Zukunftsoffenheit zu gewährleisten
  • den Komfort für die Nutzer zu steigern
  • die künftigen Betriebskosten so gering wie möglich zu halten.

Neubau
Abgesehen von gemeindeeigenen Wohngebäuden handelt es sich hier immer um sog. Nichtwohngebäude. Seit 1.10.2009 muss jeder Neubau gemäß EnEV 2009 berechnet werden - und damit ist der Nachweis gemäß der DIN V 18599 zu führen. Dies stellt eine neue Herausforderung für alle an der Beratung und Planung Beteiligten dar.
Details siehe im Abschnitt 'Energieausweis'.
Für neue Nichtwohngebäude mit mehr als 1.000 m2 Nutzfläche ist darüber hinaus der Einsatz alternativer Energieversorgungssysteme (Erneuerbare Energien, KWK, Nah- oder Fernwärme) vorab zwingend zu prüfen.
Sowohl bezüglich der DIN V 18599 als auch der alternativen Energieversorgungssysteme bietet sich eine unabhängige Energieberatung an.

Altbau I
Nichtwohngebäude benötigen seit dem 1.07.2009 einen Energiepass, der gemäß EnEV 2009 berechnet werden muss - und damit ist u.a. ebenfalls der Nachweis gemäß der neuen DIN V 18599 zu führen (s.o.).
Außerdem muss der Energiepass bei Gebäuden mit mehr als 1.000 m2 Nutzfläche, in denen Behörden und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden, an einer gut sichtbaren Stelle ausgehängt werden. In Frage kommen hier an erster Stelle die öffentlichen Gebäude der Gemeinden!
Da außerdem Modernisierungsempfehlungen gegeben werden sollen, bietet sich auch hier eine Energieberatung geradezu an.
Details siehe im Abschnitt 'Energieausweis'.

Altbau II
Energieeffizient Sanieren - Kommunen
Die KfW-Förderbank fördert unter der Rubrik "Kommunale und Soziale Infrastruktur" u.a. im Rahmen des Programms Nr. 218 die Durchführung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude auf KfW-Effizienzhaus 85 oder 100 durch besonders zinsgünstige Darlehen (ab 0,1%).

Kommunales Energiemanagement

Unabhängig davon bietet sich als Einstieg vor der Einzelberatung von Gebäuden zunächst die Einführung eines kommunalen (gemeindlichen) Energiemanagements an.
Viele Untersuchungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus den letzten Jahren zeigen, dass in öffentlichen Gebäuden immer noch große wirtschaftliche Energieeinsparpotenziale brach liegen, die zum Teil sogar ohne aufwendige Investition erschließbar sind: Regelungen können besser eingestellt, Beleuchtungen optimiert, Dächer und Kellerdecken gedämmt werden, etc..
Die erzielbaren Einsparungen können mit mehr als 30% zu Buche schlagen. Es gibt zahlreiche Gründe, warum diese Einsparpotenziale nicht ausgeschöpft werden. So liegen oft schlicht keine aussagekräftigen Daten zum energetischen Zustand der Gebäude oder zum Verhalten der Benutzer vor. Aber auch Informationen und Know How fehlen in vielen Gemeinden.
Selbst wenn ein Energiekonzept für ein Gebäude vorliegt, ist das keine Garantie dafür, dass wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Energieeinsparmaßnahmen auch umgesetzt werden. Denn die technisch-wirtschaftliche Beschreibung der möglichen Effizienzverbesserung verschwindet häufig ohne Realisierung in der Schublade, weil die Umsetzung durch die zuständige Verwaltung und Nutzer nicht hinreichend berücksichtigt ist und nicht organisiert wird.
Es braucht über die technisch-wirtschaftliche Analyse hinaus klare Aussagen und verbindliche organisatorische Vorgaben zu Fragen wie:
Wer kontrolliert den Energieverbrauch? Wer organisiert den Energieeinkauf? Wer schult die Hausmeister? Wer finanziert die Maßnahmen? Wer bildet Mitarbeiter fort? Wer motiviert die Nutzer? Und es braucht vor allem eine kontinuierliche Umsetzung samt Erfolgskontrolle - für alle Gebäude der Gemeinde.
Alle praktischen Erfahrungen zeigen, dass Energie(kosten)einsparungen in öffentlichen Gebäuden nur dann erreicht werden, wenn eine aktuelle Bestandsaufnahme aller Gebäude vorliegt und dann die Bereiche Organisation, Technik und Nutzer integrativ zusammengeführt werden - im Rahmen eines kommunalen Energiemanagements!

Das Angebot für alle Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern:
Kommunales Energiemanagement im Energieeinspar-Contracting!

Mit diesem Angebot werden allein durch organisatorische, kontrollierende, regelungs­technische und motivierende - also durchweg nicht bzw. gering investive - Maßnahmen im Gebäudebestand der Gemeinde durchschnittliche Energiekosten-Einsparungen in Höhe von mindestens 5 bis etwa 20% erzielt werden - ohne dass die Gemeinde dafür bezahlt!

Ziel des Angebotes
Eine Gemeinde will durch die Einführung des Kommunalen Energiemanagements die Energiekosten (und die CO2-Emissionen: Stichwort Klimaschutz) seiner Liegenschaften (Objekte) senken. Zu diesem Zweck geht sie eine Kooperation mit Energie&Bildung (E&B) ein. Dadurch soll die Gemeinde ohne Mehrausgaben und ohne zusätzliches Personal in die Lage versetzt werden, auf mittlere Frist das Energiemanagement in eigener Regie weiterzuführen. In Zusammenarbeit der beiden Kooperationspartner sollen durch die Einführung des Kommunalen Energiemanagements und die damit verbundene regelmäßige Überwachung des Energieverbrauchs die Energiekosten in den Objekten der Gemeinde gesenkt werden. Gleichzeitig wird eine EDV-gestützte Dokumentation der Verbrauchsdaten der Objekte aufgebaut, um eine fortlaufende Kontrolle des Energieverbrauchs auch nach der Beendigung dieser Kooperation zu ermöglichen.
E&B führt das Kommunale Energiemanagement als komplette, unabhängige Dienstleistung während einer Vertragslaufzeit von 3 Jahren ein und qualifiziert währenddessen die Gemeinde zur eigenständigen Fortführung des Energiemanagements nach der Vertragslaufzeit.

Die Leistungen von E&B

    E&B übernimmt die folgenden Arbeiten:
  • Erfassung von Energieverbrauch und Energiekosten aller Objekte über die letzten 3 Jahre anhand der vorliegenden Rechnungen.
  • Berechnung und Bewertung von witterungs- und nutzungsbereinigten Energieverbrauchskennwerten (Benchmarking).
  • Erhebung aller Objekt-Stammdaten, Dateneingabe in eine Software und Analyse.
  • Feststellung von Schwachstellen und Prioritäten, Vor-Ort-Begehung und laufende individuelle Effizienzoptimierung der einzelnen Objekte unter Einbeziehung von Hausmeistern, Objektverantwortlichen und Nutzern (Einsatz von Motivationshilfen).
  • Organisation mindestens monatlicher Zählerablesungen für Strom und Wärme, Aufbau eines Verbrauchs-Controlling-Systems (VCS) durch Datenerfassung und Auswertung mittels Software.
  • Prüfung, Bewertung und Optimierung von Energielieferverträgen.
  • Ergebnisdarstellung in einem jährlichen Energiebericht.
  • Qualifizierung kommunaler Mitarbeiter und Einarbeitung eines/r Mitarbeiters/in im Rahmen der Vor-Ort-Termine.

Die Finanzierung (Energieeinspar-Contracting)
Die Kosten, die der Gemeinde durch die Dienstleistung von E&B entstehen, sollen komplett aus den erzielten Energiekosteneinsparungen in den Objekten finanziert werden. Dies wird Energieeinspar-Contracting genannt!
Salopp gesagt, zahlt die Gemeinde für das Projekt somit keinen Cent!

Während der Vertragslaufzeit entrichtet sie jährlich einen fixen Grundbetrag. Dieser Anteil liegt in einer Größenordnung von etwa 3 – 4 % der jährlichen Gesamtkosten für Energie, also unter den bisher immer in solchen Projekten mindestens erzielten 5% Energiekosteneinsparung. Die Abgeltung des restlichen Finanzierungsaufwands ergibt sich aus einer konstanten Beteiligung von E&B an den erreichten Kosteneinsparungen in Höhe von z.B. 50 %. Bei Überschreiten einer festgelegten Einsparquote ist eine Reduzierung der Erfolgsbeteiligung auf z.B. 25 % vorgesehen, um den Anreiz der Gemeinde an der (unbedingt erforderlichen) eigenen Mitarbeit am Projekt zu erhöhen.

Ausgangsbasis und Berechnung der Erfolgsbeteiligung
Mit Projektbeginn stellt die Gemeinde eine Liste aller Objekte zur Verfügung, die in das Contracting-Projekt einbezogen werden sollen. Für jedes Objekt werden E&B zur Berechnung der Verbräuche auch alle Abrechnungsunterlagen für Strom, Erdgas, Heizöl und Flüssiggas der letzten 3 Abrechnungsjahre zur Verfügung gestellt. Daraus wird für jedes Objekt der Referenz- bzw. Basisverbrauch als Mittel der drei letzten Jahre gebildet und zur Vertragsgrundlage gemacht. Die je Objekt erzielten Verbrauchseinsparungen an Energie ergeben sich jeweils als Differenz zwischen dem Basisverbrauch und dem Verbrauch im jeweiligen Vertragsjahr. Witterungsbereinigungen oder eventuell notwendige nutzungsbedingte Bereinigungen gehen in die Berechnung ein. Die Kosteneinsparung ergibt sich aus den Verbrauchseinsparungen multipliziert mit den durchschnittlichen Energiebezugskosten im Vertragsjahr - daraus wiederum errechnet sich die Erfolgsbeteiligung.

Beispielrechnungen für die Vertragslaufzeit
Die jährlichen Energiekosten einer Gemeinde für Wärme und Strom lägen bei 200.000 €.

Energieeinsparung z.B. 5 %
Energiekosteneinsparung 10 000 €
fixer Grundbetrag z.B. 3 % fixes Grundhonorar E&B -6 000 €
Erfolgsbeteiligung z.B. 50 % Erfolgshonorar E&B max. 4 000 €
Einsparung Gemeinde 0 €
Energieeinsparung z.B. 7 %
Energiekosteneinsparung 14 000 €
fixer Grundbetrag z.B. 3 % fixes Grundhonorar E&B -6 000 €
Erfolgsbeteiligung z.B. 50 % Erfolgshonorar E&B -7 000 €
Einsparung Gemeinde 1 000 €
Energieeinsparung z.B. 10 %
Energiekosteneinsparung 20 000 €
fixer Grundbetrag z.B. 3 % fixes Grundhonorar E&B - 6 000 €
Erfolgsbeteiligung z.B. 50 % Erfolgshonorar E&B -10 000 €
Einsparung Gemeinde 4 000 €
Energieeinsparung z.B. 12 %
Energiekosteneinsparung 24 000 €
fixer Grundbetrag z.B. 3 % fixes Grundhonorar E&B -6 000 €
Erfolgsbeteiligung z.B. 50 % Erfolgshonorar E&B -12 000 €
Erfolgsbeteiligung z.B. 25 % Erfolgshonorar E&B -1 000 €
Einsparung Gemeinde 7 000 €

    Im ungünstigen Falle hat die Gemeinde keine Einsparungen, aber auch keine Kosten! Kostenlos erhält sie in jedem Fall
  • eine vollständige energetische Datenerfassung ihrer Objekte
  • den Einstieg in ein Energiecontrolling
  • eine Energiemanagement-Software
  • eine ausführliche Schwachstellenanalysen und
  • Optimierungsvorschläge.


Im günstigen Fall spart die Gemeinde in den 3 Vertragsjahren zusätzlich bereits einige 1.000 €. Nach Vertragsende und bei Fortführung in Eigenregie steht ihr nicht nur eine beachtliche jährliche Kosteneinsparung zur Verfügung, auch der Beitrag zum Klimaschutz und die Öffentlichkeitswirksamkeit (Vorbildfunktion der Gemeinde) sind nicht zu unterschätzen. Und - das Risiko des gesamten Projekts liegt bei E&B und nicht bei der Gemeinde.

Interesse?? - Vereinbaren Sie einfach einen Termin zur Klärung der Details!

 
 
 
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