EnEV 2014: 
Sie gilt seit 1.05.2014

Energieausweis

Energieausweis EnEV 2014/2016

Grundidee eines Energieausweises

Der Energiehunger der sogenannten 2. und 3. Welt steigt rasant und auch bei uns bedeutet das aktuelle und notwendige Wirtschaftswachstum unweigerlich mehr Energiebedarf. Andererseits werden unsere fossilen Energieressourcen (Öl, Uran, Gas) nachweislich ständig knapper - mit zunehmender Geschwindigkeit. Dies bekommen wir zuerst in steigenden Energiepreisen zu spüren. Damit nehmen die Betriebskosten für Raumwärme, Warmwasser und Strom von Gebäuden stark zu!

Dies wird für Bauherren, Verkäufer und Käufer, Vermieter und Mieter beim Bau, Verkauf, Erwerb, Vermietung oder Anmietung daher immer wichtiger. Der Energieausweis für ein Gebäude soll helfen, die Energieeffizienz und in der Folge die zu erwartende Höhe der Betriebskosten des Gebäudes für Energie zu beurteilen.

Neubau gemäß EnEV 2014

Hier sind Energieausweise bereits Standard. Im Rahmen des Bauantragsverfahrens muss nachgewiesen werden, dass der Neubau einen bestimmten Energiebedarf nicht überschreitet. Dies wird in einem Energieausweis dokumentiert:

In Deutschland gilt seit 2002 die "Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energiesparverordnung - EnEV)".
Sie ist Teil des deutschen Baurechts und hat ihre rechtliche Grundlage im „Gesetz
zur Einsparung von Energie in Gebäuden (Energieeinsparungsgesetz - EnEG)“, das am
13.07.2013 zuletzt novelliert wurde.
Mit der EnEV gibt die Bundesregierung Baufrauen und -herren energetische Mindest-
standards für Wohn- und Nichtwohngebäude vor. Die 1. Fassung der EnEV trat als EnEV 2002 am 1.02.2002 in Kraft und ersetzte zwei bis dahin getrennte Verordnungen für energetische Mindest-Standards: Die sog. Wärmeschutzverordnung von 1995 (WSVO’95) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV’98) aus dem Jahr 1998.
Die EnEV 2002 (sie wurde wegen formaler Änderungen am 8.12.2004 durch die EnEV
2004 ersetzt) wurde am 1.10.2007 durch die EnEV 2007 abgelöst. Das war wegen der Umsetzung der europäischen Richtlinie über die „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
(2002/91/EG)“ vom 16.12.2002 notwendig geworden.
Unverändert blieben auch fünf Jahre nach Einführung der 1. EnEV-Fassung alle Anforderungen an Wohngebäude, an Heizkessel sowie an die Nachrüstverpflichtungen
und das Verfahren zur Bewertung der energetischen Qualität – 2007 wurden also keine verschärften Anforderungen an die energetischen Mindest-Standards von Gebäuden eingeführt.
Dies geschah erst mit Inkrafttreten der EnEV 2009 zum 1.10.2009. Gegenüber den
Verordnungen von 2002 bis 2007 bedeutete das für den Neubaubereich eine Senkung
des Energiebedarfs um rund 30%, wodurch damit auch der sog. Niedrigenergiehaus-
Standard (NEH) eingeführt wurde.

Die EU-Richtlinie 2002/91/EG wurde an die veränderten Klimaschutzbedingungen angepasst und trat mit entsprechenden Änderungen am 08.07.2010 als Richtlinie 1010/31EU in Kraft. Diese neu gefasste EU-Richtlinie mit verschärften Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude sollte in den Mitgliedsstaaten eigentlich bis zum Jahr 2012 umgesetzt werden; in Deutschland durch die Novellierung der EnEV 2009, die ursprünglich als EnEV 2012 erscheinen sollte. Es dauerte jedoch deutlich länger, bis sich Bundesregierung und Bundesrat auf eine gemeinsame Novelle einigen konnten.

Diese ist nun als EnEV 2014/2016 seit dem 1.05.2014 in Kraft. Substanziell hatte sich gegenüber der EnEV 2009 allerdings zunächst nichts geändert: Neu- und Altbauten hatten bis zum 31.12.2015 weiter die nahezu gleichen Anforderungen einzuhalten.
Bereits Bestandteil der EnEV 2014 istt aber die Erhöhung der Anforderungen an die
Energieeffizienz von Gebäuden um 25%, die – auf Verlangen des Bundesrates nicht gestaffelt sondern in einer Stufe – erst seit dem 1.01.2016 wirksam ist und aktuell  für neue Bauanträge und -anzeigen zu beachten ist!

Die EnEV 2014 schreibt die Berechnung der beiden Nachweisgrößen 'Jahres-Primärenergiebedarf' und 'Transmissionswärmeverlust' und deren Dokumentation in einem sog. Energiebedarfsausweis vor - für sämtliche Neubauten im Bereich der Wohn- und im Bereich der Nichtwohngebäude.
Berechnungsgrundlagen sind weiterhin DIN-Normen wie z.B. die DIN V 18599.

Altbau gemäß EnEV 2014 (Deutschland)

Die Richtlinie 2002/91/EG zur "Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden"  wurde am 16.12.2002 von der EU beschlossen und am 4.01.2003 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht.
Sie schreibt u.a. einen EU-Gebäudepass (Energieausweis) für den gesamten Gebäude-Altbaubestand vor - für Wohngebäude und für Nichtwohngebäude.
Diese Richtlinie wurde an die veränderten Klimaschutzbedingungen angepasst und trat mit entsprechenden Änderungen am 08.07.2010 als Richtlinie 1010/31EU in Kraft.

Die nationale Umsetzung dieser aktuellen EU-Richtlinie wurde mit Einführung und Inkraftsetzung der EnEV 2014 abgeschlossen.

Energieausweise für Altbauten sind seit 1.07.2008 (Wohngebäude) und seit 1.07.2009 (Nichtwohngebäude) auszustellen - nun aber auf Grundlage der seit 1.05.2014 geltenden EnEV 2014.

 
 
 
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