Auch Nichtwohngebäude brauchen ihn! 

Altbau gemäß EnEV (Deutschland)

Die Richtlinie 2002/91/EG zur Energieeffizienz von Gebäuden (EU-Gebäuderichtlinie) wurde am 16.12.2002 von der EU beschlossen und am 4.01.2003 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht. Sie schreibt u.a. einen EU-Gebäudepass (Energieausweis) für den gesamten Gebäude-Altbaubestand vor - für Wohngebäude und für Nichtwohngebäude.
Die nationale Umsetzung dieser EU-Richtlinie wurde mit Einführung und Inkraftsetzung der EnEV 2007 zum 1. Oktober 2007 abgeschlossen. Seit 1.10.2009 ist die neue (alte) Grundlage die EnEV 2009. Sie schreibt den Energieausweis auch für Altbauten vor.

Der Energieausweis wird immer für ein ganzes Gebäude und nicht für eine einzelne Wohnung ausgestellt. Ausnahmen bilden Gebäude mit gemischter Nutzung (wohn- und nichtwohnähnliche Nutzung). Hier muss der Energieausweis gesondert für die verschiedenen Gebäudeteile ausgestellt werden.

    Wie von der EU-Gebäuderichtlinie gefordert, erlaubt die EnEV 2009, dass Energieausweise für Altbauten grundsätzlich entweder auf der Grundlage
  • des berechneten Energiebedarfs oder
  • des erfassten Energieverbrauchs ausgestellt werden dürfen.

Der am Energiebedarf orientierte Energieausweis liefert Mietern und Käufern von Wohnungen oder Häusern nutzungsunabhängige Informationen vor allem über den wärmedämmtechnischen Zustand sowie Anreize für Sanierungen.

Der am Verbrauch orientierte Energieausweis zeigt dagegen nur den reinen (witterungsbereinigten) Energieverbrauch der aktuellen Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung. Da die Nutzung (z.B. Leerstand) und das Heizungssystem im Verbrauch enthalten sind, ist die Aussagekraft dieses Ausweises vor allem bezüglich der Wärmedämmung sehr mangelhaft!

Wer Fördermittel aus staatlichen Förderprogrammen (z.B. KfW) bekommen möchte, muss immer einen Bedarfs-Energieausweis vorlegen!

Alle Energieausweise gelten 10 Jahre ab Ausstellungsdatum!

Energieausweis für bestehende Wohngebäude

    Vom Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses ist bei Verkauf und Vermietung auf Verlangen des Käufers oder Mieters diesem der "Energieausweis" der Wohnung bzw. Hauses vorzulegen. Kann der Eigentümer das nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit.
  • seit 1.07.2008: Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis für Altbauten bis einschließlich Baujahr 1965
  • seit 1.10.2008: Energiebedarfsausweis für kleine Altbauten mit max. 4 Wohneinheiten, die bis zum 30.09.2008 noch immer nicht den Wärmeschutzstandard gemäß der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 (WSVO 1977) erfüllen.
  • seit 1.01.2009: Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis für alle weiteren Altbauten ab Baujahr 1966 bis 2002

Auf dem Deckblatt wird das entsprechende Gebäude mit seinen formalen Angaben (Gültigkeit, Objektadresse, Energieausweis-aussteller, ...) dokumentiert:

Auf dem zweites Blatt folgt der jeweilige Energiekennwert (entweder die Einstufung nach dem berechneten Energiebedarf oder nach dem Energieverbrauch der 3 letzten Jahre) zum Vergleich mit anderen Wohngebäuden:

Ausstellungsberechtigt
Der Energieausweis für bestehende Wohngebäude kann gemäß § 21 und 29 EnEV 2009 von einem großen Personenkreis ausgestellt werden. Außer den ohnehin berechtigten Planverfassern (Architekten, bauvorlageberechtigten Ingenieuren) u.a. auch:

  • Vor-Ort-Berater BAFA
  • Gebäudeenergieberater (HWK)
  • Techniker der Technikerschule Butzbach
  • Handwerker und Techniker mit einer entsprechenden Weiterbildung.


Berechnungsgrundlage ist die EnEV 2009 mit den schon bisher bekannten Rechenverfahren auf Grundlage der DIN 4108 und DIN 4701 und alternativ auf Grundlage der DIN 18599.
Sprechen Sie uns an!
Als unabhängiger Energieberater bilden wir seit Jahren u.a. Ingenieure und Architekten zum Gebäudeenergieberater aus, die damit die Qualifikation als Aussteller erwerben.
Und natürlich haben wir die Zulassung für die Ausstellung des Energieausweises für Wohngebäude und für Nichtwohngebäude!

Energieausweis für bestehende Nichtwohngebäude

    Vom Eigentümer eines Teils eines Nichtwohngebäudes oder eines kompletten Nichtwohngebäudes ist bei Verkauf und Vermietung auf Verlangen des Käufers oder Mieters diesem der "Energieausweis" des Nichtwohngebäudes vorzulegen. Kann der Eigentümer das nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit. Dies gilt ebenso für Leasinggeber und Verpächter.
  • seit 1.07.2009: Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis für alle Nichtwohngebäude.

Dies sind sämtliche Gebäude, die nicht Wohnzwecken dienen. Einerseits also öffentliche Gebäude der Kreise, Städte und Gemeinden wie z.B. Schulen, Rathäuser, Kindergärten, Bürgerhäuser, Feuerwehren, Sporthallen oder Hallenbäder - aber auch Bibliotheken, Krankenhäuser, Museen, Hochschulen, Landes- und Bundesämter oder Gefängnisse. Hinzu kommen sämtliche privaten Büro- und Dienstleistungsgebäuden bis hin zu Kaufhäusern.

Auf dem Deckblatt wird das entsprechende Gebäude mit seinen formalen Angaben (Gültigkeit, Objektadresse, Energieausweisaussteller, ...) dokumentiert:

Auf dem zweites Blatt folgt der jeweilige Energiekennwert (entweder die Einstufung nach dem berechneten Energiebedarf oder nach dem Energieverbrauch der 3 letzten Jahre) zum Vergleich mit anderen Wohngebäuden:

Bei allen Objekten mit mehr als 1.000 m2 Nutzfläche, die regelmäßig von vielen Menschen aufgesucht werden, muss der Energieausweis auch an gut sichtbarer Stelle öffentlich ausgehängt werden:

Ausstellungsberechtigt
Der Energieausweis für bestehende Nichtwohngebäude kann gemäß § 21 EnEV 2009 nur von einem eingeschränkten Personenkreis ausgestellt werden. Außer - wie immer - den ohnehin berechtigten Planverfassern (Architekten, bauvorlageberechtigten Ingenieuren) u.a. auch von Absolventen der Studiengänge Bauingenieurwesen, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung gemäß EnEV 2009 Anlage 11!

Berechnungsgrundlage ist die EnEV 2009 mit dem Rechenverfahren auf Grundlage der DIN V 18599. Neben Bauphysik und Heizungstechnik sind zusätzlich die Lüftung, die Klimatisierung (Kühlung) und die Beleuchtung zu untersuchen, was erhöhte Anforderungen an die Qualifikation des Ausstellers stellt.

Sprechen Sie uns an!
Dipl.-Ing. Thomas Königstein stellt für Sie als zugelassener Aussteller (dena-Nr. 651004) Ihren Energieausweis aus, wenn Sie

  • in Hessen rund um Frankfurt, Mainz und Wiesbaden oder
  • im südlichen Bayern in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz, Rosenheim, Ebersberg, Traunstein, Berchtesgardener Land oder
  • in und um München wohnen.

 
 
 
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